Darum solltest Du Deine Geräte immer mal wieder neu starten

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Veröffentlicht am 22. April 2020Zuletzt aktualisiert am 19. Juni 2020

Als Informatiker steht man tagtäglich vor neuen Herausforderungen und Problemen. Einige sind einfach zu lösen, aber bei manchen hilft nur eine wahre Geheimwaffe: Der Neustart!

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Jeder in der IT-Branche hat es vermutlich schon erlebt. Man arbeitet ewig an einem Problem, findet keine Lösung und hat dann den Einfall das Gerät neuzustarten. Und schwups, schon geht alles wieder. Man hätte sich so viel Arbeit sparen können… 🙁

Doch warum hilft ein Neustart so häufig?

Ein Neustart wird oft auch als Soft Reset bezeichnet und tut eigentlich auch umgangssprachlich das: einen Reset. Technisch ist das natürlich nicht wirklich so, aber in meinen Augen kann man es damit vergleichen.

Während ein Gerät läuft werden im Hintergrund dauerhaft Daten gesammelt, abgespeichert, Logs rotiert, Daten gelöscht und vieles mehr. Dabei ist es egal, ob es „nur“ ein Smartphone oder ein kompletter Server ist. Diese temporären Daten können Softwarefehler verursachen. Das kann bei installierten Anwendungen, aber auch direkt am Betriebssystem passieren. Im schlimmsten Fall können solche temporären Dateien auch einen Absturz verursachen.

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Auch wenn es komisch klingt, aber allein eine einzelne Zeile Code kann dafür sorgen, dass ein Gerät abstürzt!

Schreibtisch mit vielen Monitoren und Laptops im Büro

Außerdem hat jedes Gerät einen Arbeitsspeicher (RAM – Random Access Memory), der je nach Ausstattung und Art des Gerätes unterschiedlich groß ist. Hier legt der Computer Daten ab, mit denen er arbeitet, die er also für die Berechnung einzelner Prozesse benötigt und schnell auf diese Zugreifen muss. Diese Daten sind aber für normale Benutzer nicht einsehbar und auch irrelevant, da es nur für interne Berechnungen beansprucht wird.

Der Arbeitsspeicher ist ein sogenannter flüchtiger Speicher. Das bedeutet, dass sobald dieser technisch kein Strom mehr bekommt (das Gerät also ausgeschaltet ist) diese Daten für immer verloren sind. Sie werden also beim Neustart automatisch gelöscht. Wenn der Computer dann wieder hochfährt sind alle fehlerhaften Daten weg und der PC kann mit seiner Arbeit von neuem Beginnen. Denn: auch ein Computer macht Fehler. 🙂

Viele Anwendungen und Dienste initialisieren Daten auch bei einem Neustart neu. Bedeutet, dass verwendete Daten neu berechnet oder eingelesen werden, die für einen optimalen Programmablauf essentiell sind.

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Meine Erfahrungen

In meinen Jahren als Informatiker sind mir solche Situationen natürlich auch zu Haufe untergekommen. Dabei habe ich das schon bei jeglichen Geräten, egal ob Smartphone, PC oder Root-Server erlebt. Gerade bei Root-Servern, wo oft wichtige Daten drauf liegen und man gefühlt Jahre nach einem Problem suchen kann ist es meist ein Versuch wert, einfach den Server einmal neu zu starten. Das gleiche gilbt natürlich zuvor für jegliche Dienste (Mailserver, Webserver, Datenbank, etc.).

Eine Situation ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben:

Defekter Smartphone-Akku!?

Wenn der Smartphone-Akku den Geist aufgibt ist das super ärgerlich. Da man bei mittlerweile (fast) keinem Smartphone mehr die Rückseite öffnen kann um den Akku zu tauschen, ist ein Akku-Tausch mit hohen Kosten verbunden und Nerven aufreibend. Bei mir kam es recht plötzlich, dass mein (Samsung) Smartphone nur noch geschätzt 60% der Akkukapazität hatte und ich hatte mich schon auf das schlimmste eingestellt. Dabei hätte ich mir ein Software Problem denken können, nachdem der Akku quasi von einem auf den anderen Tag diesen Kapazizätsverlust darstellt. Allerdings bin ich in dieser Situation nicht auf diese Idee gekommen.

Jedenfalls wurde mir nach einigen Tagen von der vorinstallierten App Device Care eine rettende Meldung angezeigt, dass ein Dienst die CPU sehr stark belastet und ich doch das Gerät einmal neu starten solle. Und was soll ich sagen, das Problem war weg. Wieder ein Moment, in dem der Neustart das Problem gelöst hat.

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